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Geschichte
v22 v23 1 1 [[PageOutline(2-3)]] 2 2 = Historisches – oder: Wie alles begann = 3 Die meisten von Ihnen haben vor sich eine sogenannte QWERTZ-Tastatur liegen, auf der Sie schreiben und der Meinung sind, diese Tastatur wäre gut so und hätte sich irgendwie nach ergonomischen Gesichtspunkten entwickelt. Falsch.4 3 5 == Q WERTZ==6 Das Q WERT-Tastaturlayout wurde 1870 von '''Christopher Sholes''' konstruiert, um ein Verhaken der Typenhebel beim schnellen Schreiben auf mechanischen, frühen Schreibmaschinen zu vermeiden.4 == Qwertz == 5 Das Qwert-Tastaturlayout wurde 1870 von '''Christopher Sholes''' konstruiert, um ein Verhaken der Typenhebel beim schnellen Schreiben auf mechanischen, frühen Schreibmaschinen zu vermeiden. 7 6 Die wenigen bis dahin existierenden Schreibmaschinen hatten überwiegend eine alphabetische Anordnung der Buchstaben. 8 7 Außerdem schlugen die Typenhebel von unten gegen die Walze und fielen nach dem Anschlag langsam zurück, wodurch sie sich bei Nichtbeachtung der Anordnung extrem schnell verhakten. … … 11 10 Eine Legende besagt außerdem, es wurden noch Buchstaben getauscht, damit man „TYPEWRITER“ auf der oberen Zeile tippen konnte. 12 11 13 Heute gibt es mehrere leicht veränderte Varianten der Q WERT-Tastatur: Von der englischen QWERTY- zur deutschen QWERTZ-Tastatur wurden y und z vertauscht und ä, ö, ü und ß können direkt eingegeben werden, dafür sind einige Zeichen, wie /\[]{}, schlechter erreichbar.14 Ähnliche Änderungen wurden auch für die französische A ZERTY- und andere lokalisierte Varianten eingeführt.15 Die Bezeichnung (Q WERTY, QWERTZ, AZERTY) richtet sich dabei immer nach den ersten Buchstaben auf der oberen Reihe links.12 Heute gibt es mehrere leicht veränderte Varianten der Qwert-Tastatur: Von der englischen Qwerty- zur deutschen Qwertz-Tastatur wurden y und z vertauscht und ä, ö, ü und ß können direkt eingegeben werden, dafür sind einige Zeichen, wie /\[]{}, schlechter erreichbar. 13 Ähnliche Änderungen wurden auch für die französische Azerty- und andere lokalisierte Varianten eingeführt. 14 Die Bezeichnung (Qwerty, Qwertz, Azerty) richtet sich dabei immer nach den ersten Buchstaben auf der oberen Reihe links. 16 15 17 16 Weitreichendere Änderungen, die zu größeren Vorteilen führen könnten, haben sich bislang aber noch nicht durchsetzen können. 18 Dabei sind einige ergonomische Ansätze zur Layout-Gestaltung fast so alt wie Q WERT.17 Dabei sind einige ergonomische Ansätze zur Layout-Gestaltung fast so alt wie Qwert. 19 18 Schon ''Sholes'' selbst soll ein besseres Layout vorgeschlagen haben. 20 19 Er entwickelte eine Schreibmaschine, auf welcher die Typen die Walze von vorn anschlugen und diese mit Federn schnell zurück zogen. … … 28 27 (Karl Levasseur 20er Jahre, de?) 29 28 30 1932 ließ sich Dr. '''Auguste Dvorak''' von Galabovs Arbeit inspirieren, ein eigenes, auf die englische Sprache zugeschnittenes Tastaturlayout zu entwerfen. Dieses war nachweislich leichter zu bedienen als Q WERT, mit deutlich weniger Anstrengung und Risiko auf Sehnenscheidenentzündung zu schreiben, und leicht erlernbar.29 1932 ließ sich Dr. '''Auguste Dvorak''' von Galabovs Arbeit inspirieren, ein eigenes, auf die englische Sprache zugeschnittenes Tastaturlayout zu entwerfen. Dieses war nachweislich leichter zu bedienen als Qwert, mit deutlich weniger Anstrengung und Risiko auf Sehnenscheidenentzündung zu schreiben, und leicht erlernbar. 31 30 Von der Dvorak-Tastatur gibt es mehrere Varianten, die auf verschiedene andere Sprachen angepasst wurden, für das Deutsche gleich zwei verschiedene: Typ I (oder 2002) und Typ II (siehe die Seite von [http://www.conitzer.de/dvorak/layouts.html Conitzer]. 32 31 In vielen Computern/Betriebssystemen ist das Dvorak-Tastaturlayout bereits implementiert, man braucht es nur zu aktivieren (Mac, Linux, Windows, …), doch bis zum heutigen Tag wird es nur relativ wenig verwendet. [http://de.wikipedia.org/wiki/Dvorak-Tastaturbelegung Weitere Infos auf Wikipedia] 33 32 34 33 Die ''Türkisch-F''-Tastaturbelegung wurde im Jahr 1955 von '''Erim Tuna''' entworfen und basiert auf statistischen Analysen der ''Türkischen-Sprach-Akademie'' (TDK) zu Buchstabenhäufigkeiten in der türkischen Sprache, wobei der Tippaufwand gleichmäßig auf beide Hände verteilt ist (49 % links, 51 % rechts). Auffällig – aber zufällig – ist hier die Ähnlichkeit der Belegung der Vokale auf der linken Seite: u, i, a, e, ö liegen wie bei Neo 2. Auch z, q und y liegen ähnlich. 35 Heute ist jedoch die vom Q WERTYabstammende Türkisch-Q-Belegung die weiter verbreitete bei Türkisch-Schreibern. Nur noch ältere Menschen verwenden die ergonomische Türkisch-F-Variante, weil diese heute nicht mehr in der Schule beigebracht wird. Quellen: [http://en.wikipedia.org/wiki/Keyboard_layout#Turkish Englische Wikipedia] und34 Heute ist jedoch die vom Qwerty abstammende Türkisch-Q-Belegung die weiter verbreitete bei Türkisch-Schreibern. Nur noch ältere Menschen verwenden die ergonomische Türkisch-F-Variante, weil diese heute nicht mehr in der Schule beigebracht wird. Quellen: [http://en.wikipedia.org/wiki/Keyboard_layout#Turkish Englische Wikipedia] und 36 35 [http://www.latkey.com/keyboard_stickers.asp?SubCat=61 Turkish Keyboard Stickers]. 37 36
