| 14 | | Eine Abhilfe schafft die Variante, dass man für seine Passwörter nur Zahlen nimmt. Da diese bei Neo und bei Qwertz gleich liegen, braucht man nicht darauf achten, welches Layout gerade eingeschaltet ist. Wer etwas Kreativität beim Ausdenken von Zahlen braucht, kann unter Linux dazu das Programm apg befragen. Eine Abfrage würde etwa so aussehen: |
| | 16 | Man sollte es grundsätzlich nicht machen. Kann sich durchaus einprägen. |
| | 17 | Eine Abhilfe schafft die Variante, dass man für seine Passwörter nur Zahlen |
| | 18 | nimmt. Da diese bei Neo und bei QWERTZ gleich liegen, braucht man nicht darauf |
| | 19 | achten, welches Layout gerade eingeschaltet ist. Wer etwas Kreativität braucht, |
| | 20 | kann unter Linux dazu das Programm apg befragen: |
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| 33 | | Nimmt man die Zeichen »/*-+,« (die mit auf dem Ziffernblock liegen) noch mit dazu, braucht man immer noch mindestens 17 Stellen (= 15^17^ = 0,985 ∙ 10^20^ mögliche Passwörter). Ein weiteres Zeichen, dass bei Neo so liegt wie bei Qwertz ist der Buchstabe »m« (bzw. »M«). Damit ergeben sich 18 unterschiedliche Zeichen und man benötigt nur noch 16 Stellen (= 18^16^ = 1,21 ∙ 10^20^), um ein sicheres Passwort zu bekommen, was etwa die gleiche Sicherheit von 12 zufälligen Groß- und Kleinbuchstaben hat (= (2 ∙ 26)^12^ = 52^12^ = 3,91 ∙ 10^20^). |
| | 33 | Nimmt man die Zeichen [[span(style=background-color:#ccf, +-*/,)]] (die mit auf |
| | 34 | dem Ziffernblock liegen) noch mit dazu, braucht man immer noch mindestens 17 |
| | 35 | Stellen (= 15^17^ = 0,985 ∙ 10^20^ mögliche Passwörter). Ein weiteres Zeichen, |
| | 36 | dass bei Neo so liegt wie bei QWERTZ ist der Buchstabe |
| | 37 | [[span(style=background-color:#ccf, m)]] (bzw. [[span(style=background-color:#ccf, M)]]). Damit ergeben sich 18 unterschiedliche Zeichen und man benötigt nur noch 16 Stellen (= 18^16^ = 1,21 ∙ 10^20^), um ein sicheres Passwort zu bekommen, was etwa die gleiche Sicherheit von 12 zufälligen Groß- und Kleinbuchstaben hat (= (2 ∙ 26)^12^ = 52^12^ = 3,91 ∙ 10^20^). |
| 36 | | Das heisst, dass z.B. nur mit einem »/« schon nicht mehr alle 10 Ziffern, sondern auch noch alle Sonderzeichen durchprobiert werden müssen. Und da es in der Praxis viel wahrscheinlicher ist, dass ein Nutzer Buchstaben benutzt, bevor er auf Sonderzeichen ausweicht … was auch der Cracker weiss … wird er zuerst »a-zA-Z0-9 « ausprobieren, bevor er die Sonderzeichen auch ausprobiert.[[BR]] |
| 37 | | Deswegen wird ein Passwort das nur aus »0-9« und »/« besteht in der Praxis genauso unwahrscheinlich gefunden wie eines, das aus fast allen 256 ASCII-Zeichen oder ISO-8891-1-Zeichen besteht. |
| | 40 | Das heisst, dass z.B. nur mit einem [[span(style=background-color:#ccf, /)]] schon nicht mehr alle 10 Ziffern, |
| | 41 | sondern auch noch alle Sonderzeichen durchprobiert werden müssen. Und da es in |
| | 42 | der Praxis viel wahrscheinlicher ist, dass ein Nutzer Buchstaben und Zahlen benutzt, bevor |
| | 43 | er auf Sonderzeichen ausweicht … was auch der Cracker weiß … wird er zuerst |
| | 44 | [[span(style=background-color:#ccf, a-zA-Z0-9)]] ausprobieren.[[BR]] |
| | 45 | Deswegen wird ein Passwort das nur aus [[span(style=background-color:#ccf, 0-9)]] und [[span(style=background-color:#ccf, /)]] besteht in der Praxis genauso unwahrscheinlich gefunden wie eines, das aus fast allen 256 ASCII-Zeichen oder ISO-8891-1-Zeichen besteht. |
| 39 | | Aus den gleichen Gründen haben Passwörter die die beim NEO-Layout verfügbaren Unicode-Zeichen benutzen eine sehr viel höhere reale Sicherheit als welche, die sich noch auf „normale“ 265-Zeichen-Zeichensätze beschränken. »hallo« → 26^5^. Aber »hall∅« → mind. 65536^5^. (∅ = Mod3+Mod4+0)[[BR]] |
| | 47 | Nach aktuellen Empfehlungen sollten Passwörter mindestens 12 Zeichen lang sein. |
| | 48 | Dabei sollten sie Groß– und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen |
| | 49 | (in der Regel [http://en.wikipedia.org/wiki/Special_characters diese] enthalten. |
| | 50 | Laut [https://www.grc.com/haystack.htm dieser Webseite] werden die verschiedenen |
| | 51 | Ansätze so bewertet: |
| | 52 | |
| | 53 | ||Methode||Länge||Haltbarkeit bei hoher Rechenkapazität|| |
| | 54 | ||nur Ziffern|| 20||1,84 Wochen|| |
| | 55 | ||Ziffern mit m und M|| 12||1,04 Jahre|| |
| | 56 | ||Ziffern mit m und M|| 15||2,48 Tausend Jahrhunderte|| |
| | 57 | ||mit Ziffern, m, M, einem Sonderzeichen wie [+-*/,]|| 12||1,74 Jahrhunderte|| |
| | 58 | ||mit Ziffern, m, M, einem Sonderzeichen wie [+-*/,]|| 15||1,49 Millionen Jahrhunderte|| |
| | 59 | ||mit Unicode-Zeichen||||nicht untersucht|| |
| | 60 | |
| | 61 | === Passwörter mit Neo === |
| | 62 | Wenn Neo immer verfügbar ist, bietet es sich an, die größere Zeichenvielfalt für |
| | 63 | Unicode zu nutzen. |
| | 64 | Passwörter die die beim NEO-Layout verfügbaren Unicode-Zeichen benutzen haben |
| | 65 | unter Umständen eine sehr viel höhere reale Sicherheit als welche, die sich noch auf „normale“ 265-Zeichen-Zeichensätze beschränken. »hallo« → 26^5^. Aber »hall∅« → mind. 65536^5^. (∅ = Mod3+Mod4+0)[[BR]] |
| | 68 | Webseiten erlauben allerdings meistens keine obskuren Sonderzeichen, und man |
| | 69 | könnte auch mit QWERTZ einige davon erzeugen. |
| | 70 | |
| | 71 | Außerdem erinnert dieser Ansatz an [http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity Security through obscurity]. Bei einer stärkeren Verbreitung von Neo würde die Schwäche dieser |
| | 72 | Idee offenbart; das Beispiel oben wäre z.B. anfällig für einen einfachen |
| | 73 | [http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rterbuchangriff Wörterbuchangriff]. |
| | 74 | |
| | 75 | Bei Passwörtern ist die Länge wichtiger als die Komplexität (vgl. |
| | 76 | [http://www.archonmagnus.com/articles/security/passwordEntropy.php hier]). Nach |
| | 77 | Untersuchungen werden außerdem sogar wenn Unicode-Zeichen verfügbar sind nur |
| | 78 | sehr wenige davon tatsächlich für Passwörter benutzt. |
| | 79 | |
| | 80 | Anstelle eines ausgefallenen Neo-Passworts (das bei z.B. Webseiten und |
| | 81 | vernetzten Systemen sehr vom Vorhandensein dieses Layouts abhängt) könnte man |
| | 82 | also auch ein gewöhnliches Passwort verwenden. Mit apg: |
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| | 85 | apg -a 1 -n 1 -M SCNL -m 15 |
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