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nicht systemweite Einrichtung von NEO neu geschrieben und sinnvollerweise vor die systemweite Installation gesetzt

Neo 2 für Linux

Hier gibt es ganz kurze und auch ausführliche Anleitungen. Außerdem gibt es in der FAQ eine Liste der bekannten Probleme unter Linux. Ansonsten gibt es hier noch Hilfe: Neo-Hilfe.

Im Folgenden werden Befehle in die Konsole (auch Terminal genannt, z. B. gnome-terminal oder xterm) eingegeben. Es empfiehlt sich also, diese schon zu öffnen. Um es Linuxneulingen einfach zu machen, wird in den Erklärungen davon ausgegangen, dass Dateien standardmäßig auf den Desktop heruntergeladen werden.

Neo 2 – für den eigenen Benutzer (keine root-Rechte erforderlich)

Hier werden zwei Wege („automatisch Installation“ und „von Hand“) vorgestellt, Neo nur für den eigenen Benutzer zu testen oder dauerhaft zu verwenden – andere Benutzer sind davon nicht betroffen.

automatische Installation

Der leichtere Weg ist, die Datei installiere_neo herunterzuladen und in der Konsole folgendes eingeben:

cd ~/Desktop
chmod u+x installiere_neo
./installiere_neo

Nun werden mehrere Optionen angeboten – u.a. Neo nur zu testen, die Standartbelegung aber bei QWERTZ zu belassen.

Der Vorteil der automatischen Installation ist, dass sehr leicht zwischen Neo und QWERTZ gewechselt werden kann. Außendem wird Neo im vollem Umfang genutzt; dazu zählt z.B.:

  • Neo-Belegung für die graphische Oberfläche
  • Neo-Belegung für die Textkonsole (ohne X)
  • Compose-Erweiterung von Neo
  • die Skripte ›asdf‹, ›uiae‹, um die Belegung zwischen Neo und QWERTZ zu wechseln
  • die Skripte ›num‹ und ›neo‹, um ein Bild der Tastatur zu erzeugen
  • die Skripte ›wiemitneo‹ und ›beschreibe‹, um nach Erzeugungsmöglichkeit von Zeichen zu suchen

automatische Deinstallation

Ein weiter Aufruf von

cd ~/Desktop
./installiere_neo

bietet u.a. die Optionen, Neo gänzlich vom eigenen System zu entfernen. Dabei wird vorausgesetz, dass Neo zuvor mit der automatischen Installation eingerichtet worden ist.

von Hand aktivieren

Wer Neo lieber von Hand aktivieren möchte, kann die Datei neo_de.xmodmap herunterladen und in der Konsole folgendes eingeben:

cd ~/Desktop
setxkbmap lv && xmodmap neo_de.xmodmap

Um Neo wieder zu deaktivieren, kann man:

  • sich einfach Abmelden oder den Rechner neu starten oder
  • in einer Konsole folgendes eingeben:
    setxkbmap de
    

Sollen auch die Compose-Erweiterung und die Skripte genutzt werden, müssen diese ebenfalls von Hand eingerichtet werden!

Neo2 – systemweit, für alle Benutzer (root-Rechte erforderlich)

Neo Version 1.0 ist schon dabei

Seit ca. 2 Jahren ist Neo bei jeder Linux-Distribution dabei. Allerdings bisher nur die Version 1.0. Um diese zu aktivieren, reicht es in der Konsole (Terminal) folgendes einzugeben:

setxkbmap de neo

oder man stellt unter Gnome bzw. KDE in den Einstellungen der Tastatur auf die Belegung Deutsch in der Variante Neo Style um.

Neo 2 ganz einfach (root-Rechte erforderlich)

Eine Anleitung für Fedora und Ubuntu gibt es hier. Für die Live-CDs von Fedora und Ubuntu ist hier die Anleitung.

Allgemein: Wenn man schon ein Linux-System mit Neo Version 1.0 hat, dann kann man die entsprechende Datei (/usr/share/X11/xkb/symbols/de) einfach durch die aktuelle mit Neo Version 2 ersetzen. Anleitung:

  1. Die Datei de herunter laden.
  2. Die heruntergeladene Datei an die Stelle /usr/share/X11/xkb/symbols/de kopieren (dabei die alte de-Datei ersetzen).
    • Dies geht zum Beispiel in der Konsole/Terminal so:
      # Möglichkeit 1 (funktioniert überall):
      su -c 'cp de /usr/share/X11/xkb/symbols/de'      # root-Passwort wird vor dem Kopieren abgefragt!
      
      # Möglichkeit 2 (funktioniert bei Ubuntu und ein paar wenigen anderen Systemen):
      sudo cp de /usr/share/X11/xkb/symbols/de
      

Es ist vielleicht ganz ratsam, vorher noch eine Sicherheitskopie zu erstellen (allerdings bekommt man die Originaldatei auch wieder irgendwo im Internet oder durch De- und Reinstallation des Pakets, das die de-Datei enthält):

su -c 'cp /usr/share/X11/xkb/symbols/de /usr/share/X11/xkb/symbols/de.orig'
# bzw.
sudo cp /usr/share/X11/xkb/symbols/de /usr/share/X11/xkb/symbols/de.orig

Aktivieren und Deaktivieren (schön und einfach)

Am schönsten ist es, wenn man zwischen Neo und QWERTZ mittels Drücken der Rollentaste (Scroll-Lock) wechseln kann. Dazu trägt man folgendes in seine /etc/X11/xorg.conf ein:

Section "InputDevice"
        Identifier  "Keyboard0"                             # heißt manchmal anders, hier nur ein Beispiel
        Driver      "kbd"
        Option      "XkbModel" "pc105"                      # es gibt manchmal auch Tastaturen mit nur 104 Tasten
        Option      "XkbLayout" "de,de"                     # zwei verschiedene Belegungen, aber beide sind Varianten der de-Belegung
        Option      "XkbVariant" "neo,basic"                # Neo als Standard, QWERTZ als zweite Belegung
        Option      "XkbOptions" "grp:sclk_toggle,grp_led:scroll"  # Drücken von Scroll-Lock wechselt zwischen neo und qwertz, Scroll-LED zeigt Wechsel an
EndSection

Man muss die XkbVariant in der Reihenfolge neo,basic schreiben, da sonst unter Neo nicht alle Ebenen funktionieren (Ebenen 4 und 6 nicht vorhanden). Wenn man also QWERTZ schreiben will, drückt man kurz die Rollentaste (Scroll-Lock) und los geht’s mit QWERTZ. Nochmal Rollen und man ist wieder bei Neo.

Aktivieren und Deaktivieren (unschön und kompliziert)

Entweder man benutzt die Tastatureinstellungen in Gnome oder KDE oder was auch immer man nutzt, um die Tastatur auf Neo umzustellen, oder man schreibt jedes mal (nicht sehr komfortabel) in die Konsole/Terminal:

setxkbmap de neo

und zum Deaktivieren

setxkbmap de          # dies aktiviert wieder das normale deutsche QWERTZ

Selbstausführender USB-Stick

Siehe dazu Neo für unterwegs.

Neo in der Textkonsole (root-Zugriff zum Aktivieren erforderlich)

Diese Anleitung beschreibt die Verwendung der neo.map zur Aktivierung von Neo auf der Textkonsole (auch bekannt als TTY oder virtuelles Terminal).

  1. Die Datei neo.map herunterladen und im Verzeichnis $HOME/neo (also z. B. /home/gerhard/neo) speichern.
  2. Um zu vermeiden, dass Linux durch irgend einen Benutzer unbedienbar gemacht werden kann, darf nur der Benutzer root (= Administrator) die Belegung der Textkonsole ändern.
    • Soll Neo nur für den eigenen Benutzer verfügbar gemacht werden, ist folgendes in der Datei ~/.bashrc (zu finden im Homeverzeichnis, also z. B. /home/gerhard/.bashrc) (die Bash ist die Standard-Shell unter den meisten Linuxsystemen) hinzuzufügen:
      # Neo:
      alias asdf="$HOME/neo/bin/asdf xmodmap"
      
    • Soll Neo systemweit auf der Textkonsole zur Verfügung stehen, muss in der Datei /etc/sysconfig/keyboard auf die Datei neo.map verwiesen werden. Dazu muss die Zeile beginnend mit KEYTABLE geändert werden zu (wobei statt /home/gerhard das eigene Homeverzeichnis einzugeben ist):
      KEYTABLE="/home/gerhard/neo/neo"   # wirklich nur neo und nicht neo.map, da es sonst auf manchen Systemen nicht funktioniert!
      

Neo auf der Textkonsole aktivieren – und deaktivieren

Nun lässt sich Neo mittels

  • Eingabe von asdf

in der Textkonsole (im virtuellen Terminal) aktivieren.

Zum deaktivieren von Neo muss man

  • in der Konsole uiae eingeben

und man erhält wieder die übliche Tastaturbelegung (meist QWERTZ) zurück.

Es ist darauf zu achten, dass Benutzername und Passwort für root unter QWERTZ (also der üblichen Tastaturbelegung) eingegeben werden müssen. Nach dem Anmelden auf der Textkonsole/Terminal wird man aufgefordert, das root-Passwort einzugeben (ebenfalls unter QWERTZ). Dadurch wird Neo automatisch aktiviert.


Neo-Einrichtung auf anderen Systemen
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