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Subversion-Anleitung

Dieser Artikel beschreibt den Umgang mit dem Subversion-Kommandozeilenclient.

Voraussetzung

Welche Software brauche ich?

Benötigt wird das Programm subversion für die Kommandozeile:

Alternativ liegen auch komfortable SVN-Clients vor:

Die weiteren Erläuterung beziehen sich auf den Kommandozeilen-Client, können aber sinngemäß auf einen graphischen Client übertragen werden.

Dateien im SVN ändern

Will man auch Dateien im Repostiory ändern, braucht man einen Schreibzugang mit Namen und Passwort. Dazu eine Mail an Ben (bekannt von der Mailingliste) schicken.

Wenn es voraussichtlich bei einer einzigen Änderung bleiben wird, kann alternativ auch auf der Mailingliste Unterstützung für ein einmaliges »Einchecken« erbeten werden.

Terminologie

$REPOSITORY_HOME – Das Verzeichnis in dem das ausgecheckte Repository liegt

Was will ich machen?

Das Repository lokal auf meinem Rechner haben

Angenommen ich möchte Neo in das Verzeichnis $VERZEICHNIS/$NEO runterladen:

cd $VERZEICHNIS
svn checkout https://svn.neo-layout.org $NEO

$REPOSITORY_HOME ist dann $VERZEICHNIS/$NEO

Das Repository auf meinem Rechner auf den neuesten Stand bringen

cd $REPOSITORY_HOME
svn update

Dateien im Repository ändern

Einfach die Datei ändern und weiter geht’s mit dem Abschnitt Änderungen ins Repository hochladen. Allerdings bitte die Stilregeln für das Editieren von Dateien beachten.

Dem Repository neue Dateien hinzufügen

Nachdem man die Datei in der lokalen Repositorykopie erstellt hat:

svn add $DATEI

Weiter mit dem Abschnitt Änderungen ins Repository hochladen.

Dateien im Repository umbenennen

svn mv $DATEI_ALT $DATEI_NEU

Weiter mit dem Abschnitt Änderungen ins Repository hochladen.

Dateien aus dem Repository löschen

svn rm $DATEI

Weiter mit dem Abschnitt Änderungen ins Repository hochladen.

Änderungen ins Repository hochladen

cd $REPOSITORY_HOME
svn commit -m "$ÄNDERUNGSBESCHREIBUNG" --username $USER

Wenn man das Repository mit seinem Nutzernamen ausgecheckt hat, kann »--username $USER« weggelassen werden. Statt auszuchecken wie im Abschnitt Das Repository lokal auf meinem Rechner haben beschrieben, dann dies hier:

cd $VERZEICHNIS_WO_NEO_REIN_SOLL
svn checkout https://$USER@svn.neo-layout.org neo

Ratschläge / »best practice«

In diesem Abschnitt geht es weniger um technische Fragen, sondern eher darum, wie man sinnvoll/empfohlenerweise mit einem SVN arbeiten sollte. Diese Ratschläge haben sich in der Praxis als sinnvoll erwiesen:

  • Bevor man beginnt, die eigene SVN-Kopie zu bearbeiten, sollte immer erst ein Update durchgeführt werden (insbesondere, wenn das letzte Aus-checken schon länger her liegt). Dies vermeidet mögliche Konflikte.
  • Es ist vorteilhaft, inhaltlich Zusammengehörendes auch gemeinsam zu committen (hochzuladen), und Dinge, die voneinander unabhängig sind, auch einzeln einzuchecken.
  • Die Änderungsbeschreibung sollte immer eingegeben werden und möglichst genau sein.
  • Längere Änderungsbeschreibungen sollten mit einer kurzen Zusammenfassung der Form »[Adjektiv] Subjekt Prädikat: …« begonnen werden, etwa »Neues Feature: …«, »Caps-Lock-Fehler behoben: …«, »Dokumentation ergänzt: …«
  • Inhaltliche (bzw. »programmiertechnische«) Änderungen (oder Fehlerkorrekturen) sollten unabhängig von ästhetischen Korrekturen (wie Einrückungen oder der Korrektur von Rechtschreibfehlern) eingecheckt werden. Mögliche Änderungsbeschreibungen wären etwa: [Revision 698:] »Doku erweitert: Wie man NEO auf dem C64 installieren kann«, [Revision 699:] »Formatierung korrigiert: Leere Zeilen entfernt, Einrückung angeglichen (r698
  • Größere Commits können auch aufgeteilt werden, wenn die Intention dazu aus den Änderungsbeschreibungen hervor geht.
  • Wenn man Angst um kostbare Änderungen durch einen Headcrash während einer intensiven Change-Session hat, muss man einen Branch für den Zeitraum der Änderungen eröffnen.
  • Änderungen an der Referenz sollten unbedingt vorher auf der Mailingliste besprochen bzw. ausdiskutiert werden. Unwesentliche Änderungen sollten zumindestens auf der Liste erwähnt werden.

Subversion-Properties setzen

Jede Datei in SVN sollte den richtigen Mime-Type gesetzt haben. Damit ergeben sich bessere Möglichkeiten beim Auschecken von Dateien oder beim direkten Runterladen aus dem Subversion. In Verbindung mit Trac könnten sich auch Vorteile ergeben, die aber von Trac abhängen: Es könnte z.B. Bilddateien, die sich über den Mime-Type als solche zu erkennen geben, auch als eingebettete Bilder behandeln und nicht wie Binärdateien.

Über den Mime-type hinaus gibt es weitere für Subversion wichtige Properties wie beispielsweise «svn:eol-style» zum korrekten Setzen von CR/LF je nach Client-Plattform und «svn:keywords» zum automatischen Updaten von Revision-Informationen. Darüber hinaus kann man für Verzeichnisse mit «svn:ignore» Dateien angeben, die für Subversion immer als „unsichtbar“ gelten sollen, damit er sich nicht über deren Existenz aufregt, wie beispielsweise temporäre Dateien oder Compile-Output. Und seit Kurzem verwaltet Subversion in Properties auch Informationen über den bisherigen Merge-Ablauf für Merge-Tracking. Weiters gibt es vordefinierte Properties zum Setzen der Dateiattribute, was aber nur unter Linux sinnvoll ist (z.B. das „Ausführbar“-Attribut).

Darüber hinaus kann man beliebige eigene Properties angeben und eintragen, die wie Meta-Informationen an den Dateien „haften“, aber nur für Subversion und die entsprechenden Tools sichtbar sind.

Subversion-Properties mit TortoiseSVN setzen

Da gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Für ein bestimmtes File eintragen: Datei erstmal hinzufügen (add), geht aber auch für Dateien, die bereits im SVN sind. Dann auf Eigenschaften, dort gibt es einen Reiter für Subversion (mit Schildkrot), dort auf «Properties…», «Add…», svn:mime-type aus der Drop-down-Box auswählen und unten dann „image/png“ eingeben. «OK», «OK», «OK», fertig. Der ganze Ablauf ist auch mit dem Command-Line-Interface von Subversion möglich und lässt sich dort auch ganz gut für mehrere Dateien und Unterverzeichnisse automatisieren, um falsch gesetzte Attribute in Ordnung zu bringen.
  1. Für alle Dateien mit bestimmter Dateiendung: Man geht im Explorer mit der rechten Maustaste auf «TortoiseSVN», «Settings», «General», „Subversion Configuration File «Edit»“ und ändert das nun geöffnete File folgendermaßen: recht weit unten wird in der Section [miscellany] der Eintrag für die Variable „enable-auto-props = yes“ entkommentiert (also das # vorne wegnehmen). Anschließend kann man in der Section [auto-props] sinnvolle Defaults für neu ge-add-ete Subversion-Files setzen. Hier http://brlcad.org/wiki/Cvs2svn#Automatic_properties gibt es eine recht umfangreiche Liste von sinnvollen Autoprops, die man getrost komplett übernehmen kann. Nach dem Editieren schließt man die Datei. Wenn man jetzt eine Datei added, werden je nach Dateiname und -Endung verschiedene sinnvolle Properties automatisch gesetzt. Hinweis: Das funktioniert nicht zum Setzen fehlender Properties.

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Note: See TracWiki for help on using the wiki.