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Wikipedia: Fraktursatz

Fraktursatz mit Neo

Achtung, Baustelle: Hier entsteht (hoffentlich) der beste, ausführlichste, lesenswerteste und exzellenteste Artikel des gesamten Neo-Wikis!

Seit dem Mittelalter gibt es das lange s (»ſ«), das das runde s ablöste. Ab dem 9. Jahrhundert kam das runde s langsam wieder dazu. Heute ist das lange s praktisch ganz verschwunden.

Im Deutschen stand generell für das heute übliche runde s »ſ«, und »s«, wenn es am Ende eines Wortes oder (selbstständigen) Teilwortes oder am Ende einer Vorsilbe (Sprechsilben!) steht und ein Teilwort folgt. Am Ende von assimilierten Silben steht allerdings langes s. Langes s steht auch bei gemurmeltem »e« (z. B. »unſre«).

Und hier noch zwei Sachen, die sich eigentlich von selbst verstehen: Bei Abkürzungen mit Apostroph richtet sich die s-Schreibung nach der Grundform (»Laſſ’ das, ich haſſ’ das« für »Lasse das, ich hasse das«). Das lange s bleibt bei der Silbentrennung erhalten.

Da das lange s in gebrochener Schrift – und natürlich in Antiqua bei der Benutzung des langen s – deutlich häufiger vorkommt, gibt es im NeoVars-Treiber einen eingebauten Lang-s-Modus (M3+F11). Dieser vertauscht zyklisch s, ſ und ß (s wird zu ſ, ſ wird zu ß, ß wird zu s), entsprechend ihrer Häufigkeit bei korrektem Fraktursatz.

Wie man diesen unter Linux einrichten kann, wird hier angeleitet.

Siehe auch:

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